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Bergisch Gladbach, 12. November 2025

INDUS verzeichnet starkes drittes Quartal

• Ergebnis (adjusted EBITA) um 10 % auf 48,1 Mio. EUR gestiegen
• Quartals-Marge erreicht 11,0 %
• Auftragseingang 2025 um 17 % über Vorjahr
• Prognose bestätigt

Die INDUS-Gruppe hat im Jahresverlauf 2025 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Der Quartalsumsatz in Q3 erreichte mit 437,4 Mio. EUR den höchsten Wert im Geschäftsjahr 2025 und lag nur leicht unter Vorjahr (443,1 Mio. EUR). Das Ergebnis (adjusted EBITA) stieg im dritten Quartal um 10,1 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 48,1 Mio. EUR (Vorjahr 43,7 Mio. EUR). Damit lag die Marge des adjusted EBITA mit 11,0 % deutlich über Vorjahr (9,9 %). Auch das EBIT stieg im dritten Quartal auf 43,3 Mio. EUR (Vorjahr 31,8 Mio. EUR). Der jährliche Wertminderungstest zum 30. September 2025 ergab nur geringfügige Abwertungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 6,7 Mio. EUR).

„Im dritten Quartal 2025 hat unsere Gruppe deutlich an Fahrt aufgenommen – und das trotz des gesamtwirtschaftlich weiter sehr schwierigen Umfelds“, sagt Dr. Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der INDUS-Gruppe. „Unser Kostenmanagement zeigt Wirkung: Das Quartalsergebnis erreichte den höchsten Wert seit Anfang 2024. Damit sind wir wie geplant unterwegs.“

Trotz schwieriger Marktlage lag der Umsatz der börsennotierten Beteiligungsgesellschaft nach neun Monaten mit 1,274 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau (1,282 Mrd. EUR). Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,2 % an. Das adjusted EBITA lag für diesen Zeitraum bei 104,2 Mio. EUR und die Marge des adjusted EBITA bei 8,2 % (Vorjahr 117,6 Mio. EUR und 9,2 %). Das EBIT betrug 88,7 Mio. EUR (Vorjahr 95,9 Mio. EUR).

Ergebnis je Aktie steigt auf 2,46 EUR

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 61,9 Mio. EUR (Vorjahr 50,0 Mio. EUR), wozu ein bereits im ersten Quartal berichteter positiver aperiodischer Steuereffekt mit rund 8 Mio. EUR beigetragen hat. Das Ergebnis je Aktie liegt mit 2,46 EUR damit deutlich über Vorjahr (1,89 EUR).

Steigende Ergebnisse in allen drei Segmenten

Die Ergebnisse haben sich im Jahresverlauf in allen drei Segmenten positiv entwickelt. Die Unternehmen im Segment Engineering konnten ihren Auftragseingang für die ersten drei Quartale um 35,5 % im Vorjahresvergleich steigern. Bestellungen gingen insbesondere für langfristige Projekte im Anlagenbau ein. In einer insgesamt schwierigen Marktlage belebte sich das Geschäft im dritten Quartal, das Quartalsergebnis (adjusted EBITA) erreichte 12,4 Mio. EUR (Vorjahr 16,8 Mio. EUR). Der Segmentumsatz nach neun Monaten betrug 398,2 Mio. EUR (Vorjahr 418,6 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) lag bei 28,3 Mio. EUR (Vorjahr 36,4 Mio. EUR). Mit den Zukäufen des Bolzenschweißspezialisten HBS und dessen US-Tochter SUNBELT sowie dem US-amerikanischen Präzisionsmetallfertiger METFAB wurde das Segment 2025 weiter gestärkt.

Entgegen dem Markttrend stieg der Umsatz im Segment Infrastructure in den ersten neun Monaten auf 453,5 Mio. EUR (Vorjahr 425,2 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) betrug 48,8 Mio. EUR (Vorjahr 53,2 Mio. EUR). Im dritten Quartal lagen Umsatz (161,4 Mio. EUR) und Quartalsergebnis (22,3 Mio. EUR) jeweils 8,8 % über Vorjahr (148,4 Mio. EUR bzw. 20,5 Mio. EUR). Die Marge des adjusted EBITA erreichte im dritten Quartal mit 13,8 % den Vorjahreswert. Im Juli hatte INDUS den Zukauf des Abschalungsspezialisten TRIGOSYS und damit die dritte Akquisition für das Segment im laufenden Jahr gemeldet. Zum 31. Oktober 2025 wurde die Transaktion mit dem Closing abgeschlossen.

Im Segment Materials Solutions zeigte sich ebenfalls ein deutlicher Aufwärtstrend im dritten Quartal. Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) im Quartal lag mit 16,4 Mio. EUR deutlich über Vorjahr (12,6 Mio. EUR). Die Marge des adjusted EBITA stieg auf 11,9 % (Vorjahr 8,9 %). Das Segmentergebnis in den ersten neun Monaten betrug 39,5 Mio. EUR (Vorjahr 41,5 Mio. EUR). Der Umsatz lag bei 421,8 Mio. EUR (Vorjahr 437,8 Mio. EUR). Chinesische Exportkontrollen führten bei der Beteiligung BETEK zu stark verzögerten und zum Teil ausfallenden Lieferungen des Vormaterials Wolframcarbid. Durch ein umfangreiches und kostenintensives Maßnahmenpaket konnte die Versorgung für die laufende Produktion jedoch sichergestellt werden.

Free Cashflow in Q3 um rund 67 Mio. EUR gesteigert

In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete die INDUS-Gruppe einen Free Cashflow in Höhe von 58,7 Mio. EUR (Vorjahr 71,9 Mio. EUR). Dabei stieg der Free Cashflow im dritten Quartal um 66,6 Mio. EUR (Vorjahr 30,7 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2025 lag bei 37,4 % (38,7 % zum 31.12.2024).

Positiver Ausblick für das Gesamtjahr

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Vorstand unverändert einen Konzernumsatz zwischen 1,70 und 1,85 Mrd. EUR und ein Ergebnis (adjusted EBITA) im Band zwischen 130 und 165 Mio. EUR. Die Marge des adjusted EBITA soll weiterhin zwischen 7,5 und 9,0 % liegen. Auf Jahressicht geht der Vorstand weiter von einem Free Cashflow über 90 Mio. EUR aus. 

Schmidt: „Die komplexe politische und gesamtwirtschaftliche Lage verlangt uns allen viel ab. Wir freuen uns, dass unsere Beteiligungen diese Herausforderungen in Summe gut meistern. Positiv hervorzuheben ist der sowohl absolut als auch anteilig steigende Auslandsumsatz – er macht mittlerweile 52 % des Gesamtumsatzes aus.“

Mit der Strategie EMPOWERING MITTELSTAND hat INDUS Internationalisierung, Akquisitionen und Technologiekompetenz als zentrale Wachstumstreiber definiert. Im Jahr 2025 konnte INDUS bisher mit fünf Zukäufen das Portfolio erweitern. Darunter auch Akquisitionen in Schweden und den USA. „Wir gehen aktuell davon aus, dass wir bis zum Jahresende noch weitere Transaktionen abschließen können. Der M&A-Markt zeigt sich im Moment käuferfreundlich.“

Den vollständigen Zwischenbericht finden Sie hier .

Hinweis:
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf der gegenwärtigen Sicht, Erwartungen und Annahmen des Managements der INDUS Holding AG und beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse erheblich von den darin enthalten ausdrücklichen oder impliziten Aussagen abweichen können. Die INDUS Holding AG übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Axel Meyer

COO Engineering
Axel Meyer (geb. 1968, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Oktober 2017 Vorstand bei INDUS.

Vor seinem Wechsel zu INDUS war er in unterschiedlichen Führungspositionen für die Schuler AG tätig, zuletzt als Geschäftsführer von Schuler Pressen und Leiter der Division Service der Schuler Gruppe in Göppingen.

Zuvor arbeitete Axel Meyer als Vorstand der internationalen Management-Beratung IMAGIN Prof. Bochmann AG in Eppstein im Taunus. Er begann seine berufliche Laufbahn in der Division Solid Forming der Schuler Gruppe zunächst im internationalen Vertrieb und später als Division Manager.

Axel Meyer studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Deutschland und den USA und erwarb berufsbegleitend den Master of Mergers & Acquisitions (LL.M.) an der Frankfurt School of Finance & Management.

Gudrun Degenhart

COO Materials Solutions
Gudrun Degenhart (geb. 1970, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Oktober 2023 Vorständin bei INDUS.

Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Führung und Entwicklung von Beteiligungsunternehmen in den Regionen Europa, USA und Asien-Pazifik.

Bevor sie zu INDUS kam, war Gudrun Degenhart CEO in deutschen Beteiligungsunternehmen der internationalen Dienstleistungsgruppe ISS. Davor war sie für den thyssenkrupp-Konzern tätig, u. a. als CEO einer internationalen Business Unit für Spezialaufzüge und als CEO Materials Western Europe und AsiaPacific. Erfahrungen im Mittelstand sammelte sie als Mitglied der Geschäftsführung bei dem Bautechnologie-Unternehmen Schöck.

Ihre Karriere begann die Diplom-Betriebswirtin mit dem Aufbau der zentral- und osteuropäischen Landesgesellschaften beim Bauspezialisten Lindner Group.
Hr Grossmann

Dr. Jörn Großmann

COO Infrastructure
Dr. Jörn Großmann (geb. 1968, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Januar 2019 Vorstand bei INDUS.

Vor seinem Wechsel zu INDUS war er für den niederländischen Konzern Aalberts Industries tätig, zuletzt als Alleingeschäftsführer von Impreglon in Lüneburg.

Davor arbeitete er in verschiedenen Positionen bei der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe, zunächst als Geschäftsführer von Mannstaedt in Troisdorf, später als Geschäftsführer von GMH Edelstahl Service Center Burg und GMH Engineering. Bevor Dr. Jörn Großmann die Geschäftsführung bei Buderus Feinguss in Moers übernahm, war er als Entwicklungsingenieur und als Technischer Leiter für Doncasters Precision Castings in Bochum tätig.

Er studierte Werkstoffwissenschaften und wurde zum Dr. rer. nat. promoviert.

Dr. -Ing. Johannes Schmidt

CEO
Dr. -Ing. Johannes Schmidt (geb. 1961, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Januar 2006 als Vorstand für INDUS tätig. Im Juli 2018 übernahm er den Posten als CEO.

Zuvor war Dr. -Ing. Johannes Schmidt Alleingeschäftsführer bei ebm-papst Landshut, einem Hersteller von Lüftungsmotoren und Ventilatoren. Hier trieb er u. a. die Entwicklung neuer Produktplattformen und die Internationalisierung der Produktionsstandorte voran.

Seine Karriere begann Dr. -Ing. Johannes Schmidt bei Richard Bergner, einem Hersteller von Elektroarmaturen in Schwabach. Zu Beginn leitete er dort die Produktentwicklung und stieg dann im Laufe seiner zwölfjährigen Tätigkeit zum Geschäftsführer auf.

Der studierte Mathematiker Schmidt wurde an der TH Darmstadt zum Dr.-Ing. im Fachbereich Mechanik promoviert.

Rudolf Weichert

CFO
Rudolf Weichert (geb. 1963, deutsche Staatsangehörigkeit) ist CFO bei INDUS.

Vor seinem Wechsel in den INDUS-Vorstand im Juni 2012 arbeitete er neun Jahre als Partner bei KPMG. Hiervon verbrachte er drei Jahre in Detroit/USA und betreute dort hauptsächlich Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie des Werkstoffhandels.

Insgesamt arbeitete der studierte Kaufmann rund 20 Jahre für KPMG, vornehmlich am Standort Düsseldorf. Dort betreute er vor allem international produzierende Unternehmen und Konzerne.