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Bergisch Gladbach, 12. Mai 2026

INDUS Q1: Umsatz- und Ergebnis deutlich gestiegen

• Umsatz (441,6 Mio. EUR) und adjusted EBITA (42,5 Mio. EUR) erheblich über Vorjahr
• Marge des adjusted EBITA erreicht 9,6 %
• Geschäftsverlauf im Gesamtportfolio wie erwartet
• Zusätzlicher Umsatz- und Ergebniseffekt durch Sonderentwicklung im Segment Materials Solutions
• Zwei Zukäufe im Segment Engineering

In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld verlief das Geschäft der INDUS-Gruppe im ersten Quartal 2026 weitgehend planmäßig. Durch einen Sondereffekt beim größten Unternehmen im Segment Materials Solutions stiegen Umsatz und Ergebnis aber stärker an als ursprünglich erwartet. Die extreme Preissteigerung beim Vormaterial Wolframcarbid führte zu einem deutlichen Preiseffekt bei den Umsatzerlösen. Unabhängig davon konnten auch die anderen Beteiligungen in allen drei Segmenten den Umsatz wie geplant ausbauen. Der Auftragseingang (525,1 Mio. EUR) entwickelte sich im ersten Quartal weiter positiv (Vorjahr: 455,1 Mio. EUR). Der Konzernumsatz erhöhte sich um 9,7 % auf 441,6 Mio. EUR (Vorjahr: 402,4 Mio. EUR). Das adjusted EBITA stieg auf 42,5 Mio. EUR (Vorjahr: 24,9 Mio. EUR). Die Marge des adjusted EBITA lag mit 9,6 % über Vorjahr (6,2 %). Das EBIT stieg auf 36,0 Mio. EUR an (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR).

„Trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen sind wir erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet. Das zeigt, dass unser Portfolio robust aufgestellt ist und die Strategie EMPOWERING MITTELSTAND greift“, sagt Dr. Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der INDUS-Gruppe. „Die Sonderentwicklung im Segment Materials Solutions hat die Dynamik zusätzlich verstärkt. Entscheidend ist: Wir nutzen Chancen bewusst und verantwortungsvoll.“

Das Ergebnis nach Steuern lag mit 16,0 Mio. EUR annähernd auf Vorjahresniveau (16,1 Mio. EUR). Im ersten Quartal 2025 war ein aperiodischer positiver Steuerertrag erfasst worden. Das Ergebnis je Aktie belief sich im ersten Quartal 2026 auf 0,64 EUR (Vorjahr: 0,63 EUR).

Weiterhin hoher Auftragseingang im Segment Engineering

Im Januar 2026 konnte INDUS den Zukauf des Medientechnikspezialisten PRO VIDEO mit dem Closing abschließen. Im Februar wurde der Kaufvertrag zum Erwerb des italienischen Dekontaminationsspezialisten AMIRA unterzeichnet. Das Closing folgte im April. Im Segment Engineering lag der im ersten Quartal saison-typisch eher niedrige Umsatz mit 130,7 Mio. EUR über Vorjahr (123,2 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) betrug 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR). Der weiterhin hohe Auftragseingang (164,6 Mio. EUR nach 171,2 Mio. EUR im Vorjahr) stützt die erwartete Geschäftsbelebung im Jahresverlauf. Der Auftragsbestand erreichte mit 472,1 Mio. EUR einen Höchststand. Für das Gesamtjahr rechnet INDUS nun mit einem moderat steigenden Umsatz und unverändert mit einem moderat steigenden Ergebnis.

Infrastructure-Unternehmen steigern wie geplant Umsatz und Ergebnis

Trotz der schlechten Witterung stieg der Umsatz im Segment Infrastructure im ersten Quartal 2026 auf 143,3 Mio. EUR an (Vorjahr: 136,4 Mio. EUR). Auch der Auftragseingang (172,9 Mio. EUR) entwickelte sich gut (Vorjahr: 137,8 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) erhöhte sich deutlich auf 13,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,0 Mio. EUR). Für das Gesamtjahr geht INDUS unverändert von einem moderat steigenden Umsatz und einem stark steigenden Segmentergebnis aus.

Sonderentwicklung bei Materials Solutions erhöht Umsatz- und Ergebnisbeitrag

Im Segment Materials Solutions sind der Umsatz auf 167,5 Mio. EUR (Vorjahr: 142,5 Mio. EUR) und das adjusted EBITA auf 28,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,7 Mio. EUR) gestiegen. Der Umsatzanstieg ist insbesondere auf die extreme Preisentwicklung beim strategischen Rohstoff Wolframcarbid zurückzuführen, wobei knapp ein Drittel der Umsatzsteigerung bei dem davon betroffenen Segmentunternehmen auf Mengenerhöhungen beruht. Auch vorgezogene Ergebniseffekte durch lange Beschaffungs- und Durchlaufzeiten der wolframhaltigen Materialien hatten Einfluss. Der Auftragseingang im ersten Quartal stieg auf 187,6 Mio. EUR (Vorjahr: 146,2 Mio. EUR). In Erwartung weiter hoher Materialpreise rechnet INDUS für das Gesamtjahr nun mit einem stark steigenden Umsatz und einem stark steigenden Segmentergebnis.

Extreme Materialpreissteigerung bei Wolframcarbid lässt Working Capital ansteigen, Free Cashflow deutlich unter Vorjahr

Infolge der signifikant höheren Beschaffungskosten für das Vormaterial Wolframcarbid stieg das Working Capital über das saisonal typische Maß hinaus deutlich an und lag Ende März bei 557,8 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 461,5 Mio. EUR). Für die Rohstoffversorgung ist eine erhöhte Vorfinanzierung nötig. Dieser Effekt ist maßgeblich für den Rückgang des Free Cashflow auf -74,1 Mio. EUR (Vorjahr: - 23,6 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag zum 31. März bei 38,7 % (31. Dezember 2025: 38,4 %).

„In Abstimmung mit den größten Kunden und Systempartnern unserer Beteiligung haben wir uns bewusst dazu entschieden, die Lieferfähigkeit des betroffenen Unternehmens im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten zu unterstützen“, sagt INDUS-Finanzvorstand Rudolf Weichert „Das hilft uns, unsere starke Marktposition weiter auszubauen. Die zwingend notwendigen Anpassungen der Verkaufspreise spiegeln die Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit wider und konnten erfolgreich umgesetzt werden.“

Umsatz- und Ergebnis-Prognose für Gesamtjahr angehoben, Free-Cashflow-Prognose angepasst

Wie bereits am 30. April 2026 kommuniziert, rechnet INDUS für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem Konzernumsatz von 1,85 bis 2,05 Mrd. EUR. Der Vorstand erwartet ein adjusted EBITA von 160 bis 190 Mio. EUR. Die Prognose für die Marge des adjusted EBITA liegt bei 8,0 bis 10,0 %. Der Free Cashflow soll auf Jahressicht mindestens ausgeglichen sein.

Den vollständigen Zwischenbericht finden Sie hier.

Hinweis:
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf der gegenwärtigen Sicht, Erwartungen und Annahmen des Managements der INDUS Holding AG und beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse erheblich von den darin enthalten ausdrücklichen oder impliziten Aussagen abweichen können. Die INDUS Holding AG übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Axel Meyer

COO Engineering
Axel Meyer (geb. 1968, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Oktober 2017 Vorstand bei INDUS.

Vor seinem Wechsel zu INDUS war er in unterschiedlichen Führungspositionen für die Schuler AG tätig, zuletzt als Geschäftsführer von Schuler Pressen und Leiter der Division Service der Schuler Gruppe in Göppingen.

Zuvor arbeitete Axel Meyer als Vorstand der internationalen Management-Beratung IMAGIN Prof. Bochmann AG in Eppstein im Taunus. Er begann seine berufliche Laufbahn in der Division Solid Forming der Schuler Gruppe zunächst im internationalen Vertrieb und später als Division Manager.

Axel Meyer studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Deutschland und den USA und erwarb berufsbegleitend den Master of Mergers & Acquisitions (LL.M.) an der Frankfurt School of Finance & Management.

Gudrun Degenhart

COO Materials Solutions
Gudrun Degenhart (geb. 1970, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Oktober 2023 Vorständin bei INDUS.

Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Führung und Entwicklung von Beteiligungsunternehmen in den Regionen Europa, USA und Asien-Pazifik.

Bevor sie zu INDUS kam, war Gudrun Degenhart CEO in deutschen Beteiligungsunternehmen der internationalen Dienstleistungsgruppe ISS. Davor war sie für den thyssenkrupp-Konzern tätig, u. a. als CEO einer internationalen Business Unit für Spezialaufzüge und als CEO Materials Western Europe und AsiaPacific. Erfahrungen im Mittelstand sammelte sie als Mitglied der Geschäftsführung bei dem Bautechnologie-Unternehmen Schöck.

Ihre Karriere begann die Diplom-Betriebswirtin mit dem Aufbau der zentral- und osteuropäischen Landesgesellschaften beim Bauspezialisten Lindner Group.
Hr Grossmann

Dr. Jörn Großmann

COO Infrastructure
Dr. Jörn Großmann (geb. 1968, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Januar 2019 Vorstand bei INDUS.

Vor seinem Wechsel zu INDUS war er für den niederländischen Konzern Aalberts Industries tätig, zuletzt als Alleingeschäftsführer von Impreglon in Lüneburg.

Davor arbeitete er in verschiedenen Positionen bei der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe, zunächst als Geschäftsführer von Mannstaedt in Troisdorf, später als Geschäftsführer von GMH Edelstahl Service Center Burg und GMH Engineering. Bevor Dr. Jörn Großmann die Geschäftsführung bei Buderus Feinguss in Moers übernahm, war er als Entwicklungsingenieur und als Technischer Leiter für Doncasters Precision Castings in Bochum tätig.

Er studierte Werkstoffwissenschaften und wurde zum Dr. rer. nat. promoviert.

Dr. -Ing. Johannes Schmidt

CEO
Dr. -Ing. Johannes Schmidt (geb. 1961, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Januar 2006 als Vorstand für INDUS tätig. Im Juli 2018 übernahm er den Posten als CEO.

Zuvor war Dr. -Ing. Johannes Schmidt Alleingeschäftsführer bei ebm-papst Landshut, einem Hersteller von Lüftungsmotoren und Ventilatoren. Hier trieb er u. a. die Entwicklung neuer Produktplattformen und die Internationalisierung der Produktionsstandorte voran.

Seine Karriere begann Dr. -Ing. Johannes Schmidt bei Richard Bergner, einem Hersteller von Elektroarmaturen in Schwabach. Zu Beginn leitete er dort die Produktentwicklung und stieg dann im Laufe seiner zwölfjährigen Tätigkeit zum Geschäftsführer auf.

Der studierte Mathematiker Schmidt wurde an der TH Darmstadt zum Dr.-Ing. im Fachbereich Mechanik promoviert.

Rudolf Weichert

CFO
Rudolf Weichert (geb. 1963, deutsche Staatsangehörigkeit) ist CFO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei INDUS.

Vor seinem Wechsel in den INDUS-Vorstand im Juni 2012 arbeitete er neun Jahre als Partner bei KPMG. Hiervon verbrachte er drei Jahre in Detroit/USA und betreute dort hauptsächlich Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie des Werkstoffhandels.

Insgesamt arbeitete der studierte Kaufmann rund 20 Jahre für KPMG, vornehmlich am Standort Düsseldorf. Dort betreute er vor allem international produzierende Unternehmen und Konzerne.