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Bergisch Gladbach, 24. März 2026

INDUS bestätigt solides Geschäftsjahr 2025 – Dividendenvorschlag mit 1,30 EUR über Vorjahr

• Marge des adjusted EBITA bei 8,5 %
• Free Cashflow i.H.v. 124,0 Mio. EUR
• Auftragseingang 15,1 % und Auftragsbestand 10,9 % über Vorjahr
• Ergebnis je Aktie auf 2,77 EUR gestiegen
• Prognose 2026: 1,80 bis 1,95 Mrd. EUR Umsatz, adjusted EBITA 150 bis 170 Mio. EUR

Die INDUS-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 in einem insgesamt anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld solide abgeschlossen. Mit einem Umsatz von 1.735,4 Mio. EUR konnte der Vorjahreswert (1.721,8 Mio. EUR) leicht übertroffen werden; der Umsatz lag innerhalb der letzten Prognose von 1,70 bis 1,85 Mrd. EUR. Das adjusted EBITA betrug 147,8 Mio. EUR (letzte Prognose 130 bis 165 Mio. EUR, VJ 153,7 Mio. EUR). Die Marge des adjusted EBITA lag bei 8,5 % (VJ 8,9 %) und damit in der oberen Hälfte der Prognose von 7,5 % bis 9,0 %. Der Auftragseingang stieg 2025 um 15,1 % auf 1.854,3 Mio. EUR (VJ 1.611 Mio. EUR). Zum Jahresende lag der Auftragsbestand mit 705,9 Mio. EUR ebenfalls deutlich über Vorjahr (636,6 Mio. EUR).

„Wie erwartet haben unsere Beteiligungen ihr Geschäft im Jahresverlauf ausgebaut. Im dritten Quartal konnten wir auf Jahressicht das beste Ergebnis erreichen, im vierten Quartal den höchsten Umsatz erzielen“, sagt Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der INDUS-Gruppe. „Das wirtschaftliche Umfeld ist seit einigen Jahren ungemütlich. Gleichwohl bin und bleibe ich für INDUS optimistisch. In unruhigen Zeiten sind es gerade die mittelständischen Unternehmen wie in unserer Gruppe, die immer wieder neue Wege finden, um ihre Ziele zu erreichen.“

Das EBIT lag mit 127,0 EUR leicht über Vorjahr (126,7 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 69,8 Mio. EUR (VJ 54,7 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie stieg auf 2,77 EUR (VJ 2,07 EUR), wobei der Steueraufwand im Jahr 2025 durch Einmaleffekte niedriger war als in den Vorjahren. Vor dem Hintergrund des auf 177,3 Mio. EUR gestiegenen operativen Cashflow (VJ 171,3 Mio. EUR) und des verbesserten Working Capital (461,5 Mio. EUR, VJ 470,7 Mio. EUR) konnte der Free Cashflow im Jahresverlauf deutlich ausgebaut werden. Er betrug 124,0 Mio. EUR (VJ 135,4 Mio. EUR) – der Zielwert lag hier bei mehr als 90 Mio. EUR. Neben den fünf Ergänzungsakquisitionen investierte INDUS 60,6 Mio. EUR in Sachanlagen und imma¬terielle Vermögenswerte (VJ 50,9 Mio. EUR). Zum Jahresende lag die Eigenkapitalquote bei 38,4 % (VJ 38,7 %). Die liquiden Mittel betrugen 217,6 Mio. EUR (VJ 145,2 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung blieb mit 544,0 Mio. EUR nahezu unverändert (VJ 541,4 Mio. EUR). Die Entschuldungsdauer, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, betrug wie geplant 2,5 Jahre (VJ 2,4 Jahre).

„Wir sehen, dass uns unsere Strategie EMPOWERING MITTELSTAND wie geplant durch anspruchsvolle Zeiten bringt“, sagt Rudolf Weichert, INDUS-Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Mit unserem guten Free Cashflow im Geschäftsjahr und den stabilen Bilanzrelationen bleiben wir in einer komfortablen Lage. Wir werden auch in diesem Jahr eine ordentliche Dividende zahlen.“

Die Dividendenpolitik von INDUS sieht vor, bis zu 50 % der Gewinne der INDUS Holding AG auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 3. Juni 2026 eine Dividende von 1,30 EUR je Aktie vor (VJ 1,20 EUR). Daraus ergibt sich eine Dividendenrendite von 4,6 % bezogen auf den Jahresschlusskurs 2025 (VJ 5,9 %).

Auftragseingang im Segment Engineering deutlich angestiegen

Der Umsatz im exportorientierten Segment Engineering lag trotz der schwachen globalen Industriekonjunktur mit 583,0 Mio. EUR nur leicht unter Vorjahr (596,7 Mio. EUR). Nach einem starken vierten Quartal erreichte das Segmentergebnis (adjusted EBITA) für das Gesamtjahr 53,7 Mio. EUR (VJ 57,7 Mio. EUR). Die Marge des adjusted EBITA lag bei 9,2 % (VJ 9,7 %). Der Auftragseingang wuchs um 26,9 % auf 667,3 Mio. EUR (VJ 525,9 Mio. EUR), getragen vor allem durch langfristige Anlagenbauprojekte. Mit den Zukäufen HBS inklusive SUNBELT und METFAB und der Ausweitung der US-Aktivitäten stärkte INDUS 2025 die Technologiekompetenz und Fertigungstiefe des Segments weiter.

Infrastructure-Unternehmen behaupten sich in herausforderndem Markt

Die Unternehmen im Segment Infrastructure konnten in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld ihren Umsatz um 6,7 % auf 597,2 Mio. EUR steigern (VJ 559,5 Mio. EUR). Das organische Wachstum betrug 4,3 %. Das adjusted EBITA lag mit 62,1 Mio. EUR (VJ 63,6 Mio. EUR) annähernd auf Vorjahresniveau. Die Marge des adjusted EBITA betrug 10,4 % (VJ 11,4 %). Mit den Zukäufen KETTLER, ELECTRO TRADING und TRIGOSYS konnte das Produktportfolio strategisch ausgebaut werden.

Trotz Marktbelastungen und Materialpreissteigerungen: Ergebnis im Segment Materials Solutions leicht über Vorjahr

Das Segment Materials Solutions erzielte 2025 einen Umsatz von 554,5 Mio. EUR (VJ 564,8 Mio. EUR). Im Vorjahr waren noch Umsätze i.H.v. 13,7 Mio. EUR der Beteiligung IMECO enthalten, die zwischenzeitlich ihren Geschäftsbetrieb eingestellt hat. Durch umfangreiche Maßnahmen verbesserte sich die operative Leistung im Jahresverlauf trotz der volatilen Versorgungssituation und stark steigender Vormaterialpreise. Das Segmentergebnis (adjusted EBITA) stieg auf 51,9 Mio. EUR (VJ 49,9 Mio. EUR) und die Marge des adjusted EBITA auf 9,4 % (VJ 8,8 %). Positiv wirkten Effizienzprogramme, Erholungstendenzen in der Agrartechnik-Branche und Vorzieheffekte in Erwartung höherer Zölle und steigender Materialpreise.

Nachhaltigkeit bleibt Teil der INDUS-DNA

Das Ziel, die Treibhausgasemissionsintensität um mindestens 6 % zu senken, hat INDUS 2025 übertroffen: Die Brutto-Emissionsintensität (Scope 1 + 2) ging um 7,5 % auf 16,1 t CO2 / Mio. EUR Umsatz zurück (VJ 17,4 t).

Ausblick 2026: INDUS bestätigt Kurs

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet INDUS mit einem moderaten Wachstum: Der Vorstand geht von einem Umsatz zwischen 1,80 und 1,95 Mrd. EUR und einem adjusted EBITA zwischen 150 und 170 Mio. EUR aus. Die Marge des adjusted EBITA soll zwischen 7,5 und 9,5 % liegen.

Die Prognose basiert auf der Annahme, dass es trotz der geopolitischen Risikolage im Nahen und Mittleren Osten zu keinen längerfristigen strukturellen Einschränkungen der Versorgungssicherheit mit langfristigen Preissteigerungen bei Vormaterial- und Energiepreisen kommt.

Im Segment Engineering erwartet INDUS 2026 ein etwas belebteres Geschäft. Auch die Infrastructure-Unternehmen dürften von positiven Preis- und Mengeneffekten profitieren – obwohl sich der Neubaumarkt für Industrie- und Wohngebäude noch verhalten entwickelt. Im Segment Materials Solutions hingegen werden Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr voraussichtlich durch sehr stark steigende Materialkosten und die weiterhin volatile Versorgungsituation beeinflusst. Entsprechend rechnet der Vorstand mit einem deutlichen Anstieg des Working Capital im Segment.

„Auch wenn die Rahmenbedingungen uns nicht euphorisch werden lassen, sind wir zuversichtlich, dass wir 2026 moderat wachsen können. Es gibt weiterhin hohe Unsicherheiten im Markt durch protektionistische Handelspolitik und geopolitische Krisen. Aber wir machen unsere Hausaufgaben und kommen mit ordentlichen Margen stabil durch diese Zeiten“, sagt Schmidt. „Der Auftragsbestand lag zum Jahresende deutlich über Vorjahr. Das ist schon einmal ein gutes Signal.“

Mit Zukäufen gut ins neue Jahr gestartet

Bereits im Januar 2026 konnte der Erwerb des Medientechnikspezialisten PRO VIDEO mit dem Closing abgeschlossen werden. Mit dem Signing des Kaufvertrags für den italienischen Biodekontaminationsspezialisten AMIRA hat INDUS darüber hinaus Anfang 2026 ihren Footprint in Südeuropa ausgeweitet und den Zugang der MBRAUN-Gruppe zum Zukunftsmarkt Pharma und Life Sciences gestärkt.

Der vollständige Geschäftsbericht der INDUS Holding AG steht Ihnen hier zur Verfügung.

Hinweis:
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf der gegenwärtigen Sicht, Erwartungen und Annahmen des Managements der INDUS Holding AG und beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse erheblich von den darin enthalten ausdrücklichen oder impliziten Aussagen abweichen können. Die INDUS Holding AG übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Axel Meyer

COO Engineering
Axel Meyer (geb. 1968, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Oktober 2017 Vorstand bei INDUS.

Vor seinem Wechsel zu INDUS war er in unterschiedlichen Führungspositionen für die Schuler AG tätig, zuletzt als Geschäftsführer von Schuler Pressen und Leiter der Division Service der Schuler Gruppe in Göppingen.

Zuvor arbeitete Axel Meyer als Vorstand der internationalen Management-Beratung IMAGIN Prof. Bochmann AG in Eppstein im Taunus. Er begann seine berufliche Laufbahn in der Division Solid Forming der Schuler Gruppe zunächst im internationalen Vertrieb und später als Division Manager.

Axel Meyer studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Deutschland und den USA und erwarb berufsbegleitend den Master of Mergers & Acquisitions (LL.M.) an der Frankfurt School of Finance & Management.

Gudrun Degenhart

COO Materials Solutions
Gudrun Degenhart (geb. 1970, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Oktober 2023 Vorständin bei INDUS.

Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Führung und Entwicklung von Beteiligungsunternehmen in den Regionen Europa, USA und Asien-Pazifik.

Bevor sie zu INDUS kam, war Gudrun Degenhart CEO in deutschen Beteiligungsunternehmen der internationalen Dienstleistungsgruppe ISS. Davor war sie für den thyssenkrupp-Konzern tätig, u. a. als CEO einer internationalen Business Unit für Spezialaufzüge und als CEO Materials Western Europe und AsiaPacific. Erfahrungen im Mittelstand sammelte sie als Mitglied der Geschäftsführung bei dem Bautechnologie-Unternehmen Schöck.

Ihre Karriere begann die Diplom-Betriebswirtin mit dem Aufbau der zentral- und osteuropäischen Landesgesellschaften beim Bauspezialisten Lindner Group.
Hr Grossmann

Dr. Jörn Großmann

COO Infrastructure
Dr. Jörn Großmann (geb. 1968, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Januar 2019 Vorstand bei INDUS.

Vor seinem Wechsel zu INDUS war er für den niederländischen Konzern Aalberts Industries tätig, zuletzt als Alleingeschäftsführer von Impreglon in Lüneburg.

Davor arbeitete er in verschiedenen Positionen bei der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe, zunächst als Geschäftsführer von Mannstaedt in Troisdorf, später als Geschäftsführer von GMH Edelstahl Service Center Burg und GMH Engineering. Bevor Dr. Jörn Großmann die Geschäftsführung bei Buderus Feinguss in Moers übernahm, war er als Entwicklungsingenieur und als Technischer Leiter für Doncasters Precision Castings in Bochum tätig.

Er studierte Werkstoffwissenschaften und wurde zum Dr. rer. nat. promoviert.

Dr. -Ing. Johannes Schmidt

CEO
Dr. -Ing. Johannes Schmidt (geb. 1961, deutsche Staatsangehörigkeit) ist seit Januar 2006 als Vorstand für INDUS tätig. Im Juli 2018 übernahm er den Posten als CEO.

Zuvor war Dr. -Ing. Johannes Schmidt Alleingeschäftsführer bei ebm-papst Landshut, einem Hersteller von Lüftungsmotoren und Ventilatoren. Hier trieb er u. a. die Entwicklung neuer Produktplattformen und die Internationalisierung der Produktionsstandorte voran.

Seine Karriere begann Dr. -Ing. Johannes Schmidt bei Richard Bergner, einem Hersteller von Elektroarmaturen in Schwabach. Zu Beginn leitete er dort die Produktentwicklung und stieg dann im Laufe seiner zwölfjährigen Tätigkeit zum Geschäftsführer auf.

Der studierte Mathematiker Schmidt wurde an der TH Darmstadt zum Dr.-Ing. im Fachbereich Mechanik promoviert.

Rudolf Weichert

CFO
Rudolf Weichert (geb. 1963, deutsche Staatsangehörigkeit) ist CFO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei INDUS.

Vor seinem Wechsel in den INDUS-Vorstand im Juni 2012 arbeitete er neun Jahre als Partner bei KPMG. Hiervon verbrachte er drei Jahre in Detroit/USA und betreute dort hauptsächlich Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie des Werkstoffhandels.

Insgesamt arbeitete der studierte Kaufmann rund 20 Jahre für KPMG, vornehmlich am Standort Düsseldorf. Dort betreute er vor allem international produzierende Unternehmen und Konzerne.